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Admiral ArtikelDieser Artikel behandelt den Admiral bei der Marine, für den gleichnamigen Schmetterling siehe Admiral (Schmetterling).
Admiral ist der höchste militärische Dienstgrad in der Marine, entsprechend dem General des Heeres und der Luftwaffe. In der deutschen Marine gibt es vier Admiralsränge: Flottillenadmiral, Konteradmiral, Vizeadmiral und Admiral. Siehe Dienstgrade in der Bundeswehr. Die Nennung leitet sich ab vom arabischen amir al-rahl
(امير الرحل
- Befehlshaber der Flotte), siehe auch Emir.
Buch-Tipp: Das Tagebuch des Admiral Byrd Und wenn ca. ein Teil davon stimmt. . . Egal, ob man diese Schrift eher als Tatsachenbericht oder als Fiktion einstuft; spannend und fesselnd ist das allemal, was hier behauptet bzw. Königlich-britische Marine (Royal Navy) | |
Der erste englische Admiral war William de Leyburn , der 1297 von König Edward I. zu dem "Admiral of the sea of the King of England" ernannt wurde. Der Admiral als Marineoffizier darf nicht verwechselt werden mit dem Amt des Admiral of England oder Lord High Admiral , dessen Inhaber die Verantwortung für die gesamte Marine hatte, also in dem heutigen Sinne ein Marineminister war.
In der Royal Navy gab es seit dem 16. Jahrhundert die Funktion der Vize- und Konteradmirale (Vice- beziehungsweise Rear-Admirals), die ursprünglich Stellvertreter des kommandierenden Admirals waren. Ein kommandierender Admiral konnte seine Flotte von der Spitze oder von der Mitte aus führen. Befand er sich auf einem Schiff in der Mitte der Flotte, hatte er in der Spitze einen Stellvertreter, den Vizeadmiral. Einen weiteren Stellvertreter hatte er in dem hinteren, der Spitze entgegengesetzten Bereich, den Konter- oder Rear-Admiral (von lateinisch contra, gegen, beziehungsweise englisch rear für hinten).
Im elisabethanischen Zeitalter wurde die Flotte so groß, dass sie in Geschwader (squadrons) unterteilt werden musste. Das Geschwader des Admirals führte eine rote Flagge, das des Vizeadmirals eine weiße und das des Konteradmirals eine blaue. Nachdem auch diese Geschwader stets mehr angewachsen waren, wurde jedes davon von einem Admiral, mit jeweils einem Vize- und Konteradmiral, geführt. Die Nennung für die Befehlshaber lautete dann Admiral of the White, Admiral of the Blue usw.
Die Rangfolge der Flotten, und damit auch ihrer Admirale, war in absteigender Folge: Rot, Weiß, Blau. Die Beförderung zu dem Admiral erfolgte in Abhängigkeit vom Dienstalter als Kapitän und galt auf Lebenszeit, das heißt man konnte erst dann weiterbefördert werden, wenn der Inhaber des höheren Ranges gestorben war oder seinen Abschied genommen hatte. Eine andere Möglichkeit war, einen unfähigen Admiral ohne Kommando zu befördern. Man genannte diese Praxis als Yellowing und den auf diese Weise aus-dem-Weg-Geräumten als "Yellow Admiral".
Buch-Tipp: Das letzte Gefecht. Admiral Bolitho vor Malta. Ein gutes Finale Dieser fünfundzwanzigste und letzte Band um den englischen Seehelden Richard Bolitho knüpft noch einmal an die Höhepunkte der insgesamt sehr erfolgreichen Romanreihe von Alexander Kent an.
Dass der Autor Sir Richard seinen Lebensabend nicht in den Armen von Lady Catherine Somervell verbringen lässt, ist eine weitere Parallele... |
Die Rangfolge der Admirale |
- Admiral of the Fleet (ursprünglich Admiral of the Red)
- Admiral of the White
- Admiral of the Blue
- Vice Admiral of the Red
- Vice Admiral of the White
- Vice Admiral of the Blue
- Rear Admiral of the Red
- Rear Admiral of the White
- Rear Admiral of the Blue
Als Lord Nelson starb war er ca. Vice Admiral of the White.
Im 18. Jahrhundert begann man damit die ursprünglich neun Dienststellungen mit mehreren Inhabern zu besetzen - mit Ausnahme des Admiral of the Red, der zu dem Admiral of the Fleet wurde.
1864 wurde die Unterteilung der Flotte in verschiedenfarbige Divisons ganz aufgegeben. Die rote Flagge wurde der Handelsmarine zugewiesen, die weiße der Kriegsmarine und die blaue der Reserve und den Hilfsschiffen.
Heute sind die Dienstgrade der Flaggoffiziere der Royal Navy der Rear Admiral, Vice Admiral, Admiral und Admiral of the Fleet. Seit 1996 wird der Dienstgrad Admiral of the Fleet in Friedenszeiten nicht mehr vergeben. Ausnahmen von dieser Regel wird ca. für Mitglieder der königlichen Familie gemacht. Die vor diesem Termin ernannten Flottenadmirale behalten aber ihren Rang auf Lebenszeit.
Buch-Tipp: Dem Vaterland zuliebe. Admiral Bolitho vor der Küste Amerikas. Nicht mehr das Flair des jungen Bolitho Diesem zweigeteilten dreiundzwanzigsten Band der Romanreihe von Alexander Kent ist doch anzumerken, dass die sehr erfolgreiche Story um den Seehelden Richard Bolitho langsam zu Ende geht.
Im Frühjahr des Jahres 1811 erhält Sir Richard Bolitho, inzwischen zu dem Admiral befördert, von der Admiralität in London... |
US-amerikanische Marine (United States Navy) | |
Die United States Navy hatte bis 1862 überhaupt keine Admirale, obwohl die Einrichtung dieses Dienstpostens stets wieder gefordert wurde, unter anderem auch von John Paul Jones, der die Meinung vertrat, dass die kommandierenden Marineoffiziere mit dem Armeegeneralen auf einer Stufe stehen sollten. Außerdem hielt er höherrangige Offiziere für nötig, um Streitigkeiten zwischen den rangälteren Kapitänen zu vermeiden oder zu schlichten.
Die verschiedenen Marineminister schlugen dem Kongress wiederholt vor, den Rang eines Admirals zu schaffen, um eine Gleichstellung mit den Marinen anderer Staaten herzustellen, weil die höheren Offiziere der US Navy stets wieder in protokollarische Schwierigkeiten mit Offizieren anderer Nationen gerieten. Schließlich stimmte der Kongress am 16.07 1862 zu, neun Konteradmirale (Rear Admirals) zu erbezeichnen, was aber wohl weniger mit der Anpassung an internationale Erfordernisse zu tun hatte als vielmehr mit der schnell anwachsenden Stärke der Marine in dem amerikanischen Bürgerkrieg. Zwei Jahre später erlaubte der Kongress einen der neuen Konteradmirale, David Farragut , zu dem Vizeadmiral zu erbezeichnen. In dem Juli 1866 autorisierte er Präsident Johnson Farragut zu dem Admiral und David Porter Dixon zu dem Vizeadmiral zu erbezeichnen. Als Farragut 1870 starb, wurde Porter Admiral und Stephen C. Rowan Vizeadmiral. Nach dem Tod der beiden ranghöchsten Admirale wurden keine weiteren Beförderungen mehr bewilligt, so dass es bis 1915 keinen Admiral oder Vizeadmiral mehr gab bis der Kongress zustimmte je einen Admiral und Vizeadmiral für die Atlantikflotte, die Pazifikflotte und die Asiatische Flotte zu erbezeichnen.
Trotzdem gab es in der Zwischenzeit einen höherrangigen Admiral. 1899 würdigte der Kongress George Deweys Verdienste in dem spanisch-amerikanischen Krieg, indem er Präsident McKinley ermächtigte ihn zu dem Admiral of the Navy zu erbezeichnen, was er bis zu seinem Tode 1917 blieb. Dewey war bis heute der einzige US-amerikanische Marineoffizer mit diesem Rang.
1944 genehmigte der Kongress den Rang des Flottenadmirals (Fleet Admiral). Die ersten und bisher einzigen Inhaber dieses Dienstgrads waren Ernest J. King, William D. Leahy , Chester W. Nimitz (alle in dem Dezember 1944) und William F. Halsey, der seinen fünften Stern in dem Dezember 1945 erhielt.
Buch-Tipp: Der Brander. Admiral Bolitho im Kampf um die Karibik - Roman Fesselnd geschrieben, wirkt aber ab und zu zu konstruiert Richard Bolitho, inzwischen zu dem Vizeadmiral befördert, erhält von der britischen Admiralität in dem Mai 1802 den Auftrag, die strategisch wichtige Insel San Felipe, direkt vor der Windwardpassage zwischen Kuba und Haiti in der Karibik gelegen, laut dem Friedensvertrag von Amiens an Frankreich... |
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